Sonntag, 17. September 2017

[Rezension] Re-Read - Delirium von Lauren Oliver

Titel: Delirium - Amor Deliria Nervosa
Autor/in: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen
Original Sprache: Englisch
Original Titel: Delirium
Übersetzer/in: Katharina Diestelmeier
Preis Hardcover: 18,99 €
Preis Taschenbuch: 8,99 €
Preis E-Book: 7,99 €
Seiten: 


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Liebe ist eine Krankheit. Die schlimmste von allen. Sie endet tödlich.Und muss geheilt werden.

Lenas Eingriff steht kurz bevor. Die achtzehn-Jährige kann es eigentlich kaum erwarten, endlich ein sorgenloses, ruhiges- ein glückliches Leben zu führen. Doch dann lernt sie Alex kennen und erlebt zum ersten mal, was es heißt, wirklich verliebt zu sein. Und ihr stellt sich die Frage: Ist das, was ich da fühle, wirklich so schlimm?
Doch in einer Gesellschaft völliger Überwachung, ist es schwer ihre Gefühle geheim zu halten, und erst als die beiden der größten Prüfung ihres Zusammenseins gegenüberstehen, wird Lena plötzlich bewusst, sie möchte entweder mit Alex leben - oder gar nicht...




Über drei Jahre ist es her, dass ich Delirium gelesen und hier rezensiert habe. Nun bin ich vor kurzem endlich an Pandemonium gekommen, und damit auch endlich an die Möglichkeit, diese wundervolle Reihe endlich weiterzulesen und zu erfahren, wie es mit Lena und Alex weitergeht. 
Ich war sehr gespannt zu sehen, wie sehr mich dieses Buch, was ich nach dem ersten Lesen gar als eines meiner neuen Lieblingsbücher bezeichnet habe, beim zweiten Lesen mitreißen kann. Leider muss ich sagen, dass es mir deutlich schlechter gefallen hat.


Das hat vor allem etwas damit zu tun, dass ich beim Lesen überraschenderweise festgestellt habe, dass ich mich doch an einiges noch erinnern konnte (die größte Gedächtnislücke hatte ich eigentlich nur am Ende). Das hat leider vor allem dazu geführt, dass ich mich streckenweise fast schon durch das Buch quälen musste. Es war keine Spannung da. Denn mir ist aufgefallen, dass Lauren Olivers Buch nicht spannend ist, weil sie so toll erzählt und ihre Sprache einen so mitreißt, sondern nur, weil man erfahren will, was als nächstes passiert. Wenn man das noch ungefähr weiß, ist leider der größte Teil des Lesegenusses schon verflogen. Zudem ist mir auf einmal aufgefallen, wie viele Beschreibungen und Erklärungen in Delirium zu finden sind. Jedes Detail Lenas Welt wird beschrieben und das macht das Buch leider beim zweiten Lesen doch etwas langatmig und weniger aufregend, da man diese Informationen doch irgendwo noch im Kopf hat. 

Erst zum Ende hin wurde es für mich wieder spannender, da das vor allem der Teil war, wo nun keine weiteren Erläuterungen der Autorin folgten und der, bei dem ich nicht mehr so genau wusste, was passiert ist. Somit hat der Lesegenuss und auch die Spannung für mich nochmal richtig schön an Fahrt aufgenommen und mich, wie auch schon beim ersten Lesen, mit dem dringenden Bedürfnis hinterlassen, sofort mit Pandemonium weiterzumachen. 

Interessanterweise ist mir beim Lesen auch aufgefallen, wie sehr ich mich verändert habe. Während ich 2014 eigentlich nur die Geschichte ganz toll und romantisch fand, habe ich das heute mit anderen Augen betrachtet. Obwohl ich wusste, wie das mit Alex weitergeht, war ihm doch zunächst extremst skeptisch gegenüber und hätte Lena so manches mal für ihr doch ziemlich blindes Vertrauen schütteln können. Genauso wie ich das Gefül hatte, dass das mit den beiden einfach viel zu schnell ging und es mir dadurch unrealistischer erschien. Zudem sind mir auf einmal all die kleinen mehr oder weniger unterschwelligen Kritikäußerungen der Autorin, was moderne Regime und Gehirnwäschen betrifft, aufgefallen. Ich fand es eher interessant zu sehen, wie einfach und leider auch erschreckend realistisch, es ist Menschen zu manipulieren und zu kontrollieren. 








Nach meinen doch sehr hohen Erwartungen und positiven Erinnerungen an das Buch, wurde ich beim zweiten Lesen doch leider etwas enttäuscht. Delirium gestaltet sich nämlich eigentlich dadurch spannend, dass man wirklich keine Ahnung hat, was passieren wird und Lenas Welt komplett neu für einen ist. Wenn man das noch irgendwie weiß, kommen einem die vielen Beschreibungen der Autorin leider etwas langatmig vor und man hat nicht mehr so viel Spaß beim Lesen, wie das erste Mal. Trotzdem kann ich das Buch jedem empfehlen- nur nicht unbedingt als Re-Read.




HIER findet ihr übrigens nochmal meine Rezension von 2014.  

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