Montag, 21. Oktober 2013

[Rezension] Kyria und Reb 01.- Bis ans Ende der Welt von Andrea Schacht

Titel: Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt
Autor/in: Andrea Schacht
Verlag: Egmont INK
Original Sprache: Deutsch
Original Titel: /
Übersetzer/in: /
Preis Hardcover: 17,99€
Preis Taschenbuch: /
Preis E-Book: 16,99€
Seiten: 348

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Leseprobe










Wir schreiben das Jahr 2125. Europa heißt jetzt New Europe- eine Welt volkommener Überwachung. Hier lebt die 17- Jährige Kyria, als Tochter einer der mächtigsten Frauen des Landes. Doch sie leidet an einer tödlichen Krankheit, die jeden Moment ausbrechen und sie ebenso wie es schon mit ihrem Vater passiert ist, töten könnte. Als sie auf den umerschrockenen Rebellen Reb trifft beschließt sie ihm kurzerhand in die Reservate zu folgen und dabei ihr Leben für immer zu verändern...

 






Handlung:
Es ist Kyrias Geburtstag. Eigentlich sollte es ein schöner Tag werden, aber sie hat keine Lust auf den vielen Rummel, und als sie kurz and die frische Luft will, wird sie auch noch von einem Schwarm Hornissen angegriffen. Die tödliche Krankheit, die schon immer in ihr schlummerte, droht auszubrechen und sie bald sterben zu lassen. Doch dann trifft sie auf Reb einen Rebellen aus dem Reservat und beschließt mit ihm ihr zu Hause zu verlassen, und in die Reservate zu gehen...
Klingt doch eigentlich erst mal gut, oder? War es auch. Bis zu eben dem Punkt an dem Kyria beschließt mit einem wildfremden Jungen mitzugehen. Nicht nur, dass das ziemlich unlogisch ist, wo den Menschen in New Europe ausschließlich die negativen Seiten der Rebellen gezeigt werden, auch fällt die Handlung stark ab. Sobald Kyria im Reservat ankommt wird es nämlich ziemlich lagnweilig. Sie verbringt die Hälfte des Buches dort auf einer Art Bauernhof- ohne Reb. 
Ziwschendurch werden auch noch Monate übersprungen und davon, dass Kyria eigentlich von der Regierung gesucht wird ist nichts zu spüren. Auch verstehe ich nicht wie sich Liebe zwischen zwei Menschen entwickeln kann, die sich erst nur angeigen und dann nicht mehr sehen? Ich weiß es nicht.
Auch das Finale fand ich etwas lasch, das Ende hingegen ist wieder so gestaltet, dass viele wohl sofort zu Band zwei greifen würden. Ob ich aber dazu gehören werde, weiß ich noch nicht.

Charaktere:
Fangen wir mal mit Kyria an: Ich wurde und wurde einfach nicht mir ihr warm. Nicht nur, dass sie vollkommen naiv, eingebildet und herrisch ist, nein, ich konnte nich einmal verstehen warum. Klar, sie hat ihr ganzes Leben in einer wohlhabenden Familie verbracht, aber man hätte sie trotzdem wesentlich sympathischer dastellen können. Zwar versucht die Autorin sie in dem Buch eine Entwicklung durchmachen zu lassen, was aber in meinen Augen nicht sehr gelungen ist. Ich konnte Kyria leider nur als nervig empfinden.
Auch konnte ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen und habe nur kopfschüttelnd dagesessen als ich gelesen habe, dass sie mal eben mit einem wildfremden Jungen mitgeht- der zudem nicht einmal nett zu ihr ist. Nicht nur, dass das vollkommen absurd ist, warum sollte sie überhaupt ein zu Hause verlassen, in dem es ihr doch eigentlich immer gut ging? Schließlich war es keine Überraschung für sie, dass sie schwer krank ist.

Auch das mit der Liebesgeschichte zwischen ihr und Reb konnte ich nicht verstehen. Erstens hatte ich nie den Eindruck, dass irgendeine romantische Gefühlswelt zwischen den beiden entsteht und dann plötzlich heißt es Kyria wäre in ihn verliebt und er genauso und blablabla und das obwohl er aber die meiste Zeit des Buches gar nicht da ist und dann kommt er und ist plötzlich mega durchtrainiert und dann schlafen sie mit miteinander? 
Ja. Ihr habt richtig gelesen.
Generell finde ich solche Szenen nicht schlimm, aber in diesem Fall wirkte alles so gefühllos. Wenn schon eine eben solche Szene beschrieben wird, möchte ich doch irgendwo Gefühle, schöne Emozionen und eine Liebe zum dahinschmachten haben.
Ich weiß viele Mädchen mögen Bad Boys, aber was soll mir das sagen, wenn so jemand als eine Art Vorbild in einem Buch geliefert wird? Ich soll mich in jeden Kerl verknallen der meint mich wie Dreck behandeln zu müssen und ständig mit anderen Mädchen flirtet? Ich glaube nicht, dass das die beste Moral für ein Buch ist. 

Schreibstil: 
Wie schon gesagt: Nach der angfänlichen Spannung lässt das Buch sehr nach. Vielleicht hätte ich es auch abgebrochen, aber ich habe irgendwo doch noch gehofft, dass die Autorin es noch mal so richtig raushaut. 
Was ich beim Lesen auch als sehr schwierig empfunden habe ist, dass oft bei den Dialogen nicht gesagt wird wer was spricht. Bei zwei Personen geht das gerade noch so, aber, wenn sich dann plötzlich noch eine Dritte dazu kommt wird es echt kompliziert.









Wirklich eins der schönsten Bücher in meinem Regal! Ich kann mich gar nicht sattsehen, an dem wunderschönen Türkis, das wundebar mit dem leichten rosa harmoniert. In dieses Cover habe ich mich wirklich verliebt.








Ein Buch das sehr, sehr gehipet wurde. Umso enttäuschender das Leseerlebnis. Die Charaktere haben mir nicht zugesagt und die Handlung wurde immer langweiliger. Die Dystopie war mir zu sehr auf Kyria bezogen und man hat nicht wirklich gemerkt, dass die Regierung, die eigentlich so toll auf alle wirkt, in Wirklichkeit fiese Machenschaften treibt- eben das was eine Dystopie ausmacht. Alles in allem recht enttäuschend.

Ich kann mich gerade noch so durchringen drei Schmetterlinge zu vergeben.



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