Mittwoch, 1. Mai 2013

[Rezension] Gefährliche Gedanken 01.- Zu schön zum Sterben von Hanna Dietz

Titel: Gefährliche Gedanken - Zu schön zum Sterben
Autor/in: Hanna Dietz
Verlag: Arena
Original Sprache: Deutsch
Original Titel: /

Übersetzer/in: /
Preis Hardcover (bzw. Broschiert wie es hier glaub ich ist ^^): 12,99€
Preis Taschenbuch: /
Preis E-Book: 10,99€
Seiten: 358

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 Leseprobe: http://www.arena-verlag.de/sites/arena-verlag/files/attachments/Dietz_Gefaehrliche_Gedanken.pdf










 


Eigentlich dachte Natascha, dass es auf ihrer neuen Schule nicht sonderlich Spannend werden würde, zumal es sich um ein Mädchen-Elite-Gymnasium handelt: Zickenalarm also vorprogrammiert. Doch neben einer Direktorin, die sie augenblicklich zu hassen scheint, der befürchteten Zicken Clique und dem einen oder anderen doch ganz netten Mädchen findet Natascha auch noch eine Leiche. Und da Natascha sich nun mal nichts sagen- geschweige denn verbieten lässt, fängt sich an auf eine Faust zu Ermitteln. Zu blöd nur, dass sie nicht geahnt hat, wie schwierig und auch gefährlich das werden könnte, und ehe sie sich's versieht steckt Natascha in einer Situation, die brenzliger nicht sein könnte...






 
Handlung:
Gefährliche Gedanken - Zu schön zum sterben beginnt erst einmal wie jeder normale Alltag eines jeden normalen Teenagers, der auf ein Mädchen Elite Gymnasium kommt: Nervige Lehrer, aufgebrezelte Mirschülerinnen, Mädchen wohin man sieht, und wie es sich eben für eine richtige Schule gehört auch eine Leiche. Na ja, das mit der Leiche kommt auch Natascha etwas seltsam vor und so versucht sie auf eigene Faust zu ermitteln, und den Fall aufzudecken...
Und all dies tut sie auf eine so selbstverständlich, natürliche Art und Weise, dass man sich als Leser jederzeit selbst vorstellen könnte, so zu handeln wie sie. Natascha verhält sich nicht wie ein zweiter Sherlock Holmes, sondern geht ihre Ermittlungen auf ihre ganz eigene Natascha-Art-Und-Weise an, was mir viel besser gefällt, wie ein verbittertes, altes, Super-Genie, dass ständig mit seinem Wissen angeben muss. 
Die Tatsache, dass sie im Gegensatz zur Polizei dem Offensichtlichen nicht glaubt und alleine Ermittelt, wirkt weder seltsam noch überzogen sondern einfach ganz... normal eben. Es ist echt fantastisch wie die Autorin es geschafft hat genau diesen Eindruck zu vermitteln, dass sie dem Ganzen zwar immer mehr auf die Spur kommt, aber auch nicht alles auf Anhieb entdeckt, und eben auch erst einmal mit Suchen im Mülleimer beginnen muss, dass Natascha eben als ganz normaler Durchschnittsmensch auch erst Stück für Stück ein Puzzleteil nach dem anderen zusammensetzt, ebenso wie der Leser, der im Laufe des Buches gar nicht mehr aus dem Raten und mitfiebern herauskommt. Jeder neue Charakter, jeder neue Schnipsel der mir hingeworfen wurde, wurde von mir erst einmal als potenzielles "Wichtiges-Etwas" geprüft, nur um am Ende festzustellen, dass ich mit meinem Vermutungen nicht immer richtig lag und oft auch ziemlich überrascht wurde. Ebenso wie auch auf Natascha Überraschungen gewartet haben.
Aber nicht nur das Buch in sich hält einige Wendungen bereit, sonder auch das Ende hat sich mehrmals gedreht und die Spannung bis zum letzten Satz nicht verfliegen lassen!
 
Charaktere:
Da der eigentliche Hauptschauplatz des Buches Nataschas Schule ist gibt es dementsprechende auch einige Figuren wie Lehrer, Mitschülerinnen und eine äußerst Neven raubende Direktorin. Dennoch kam ich mit allen gut klar. Nicht unbedingt mit denn Charakteren persönlich, denn so eine Zickenclique die mit allem bestückt ist, was mich an Charaktereigenschaften bei Menschen richtig auf die Palme bringt... na ja, solche Menschen sind nicht unbedingt die liebenswertesten. 
Die Personen an sich konnte ich mir wirklich sehr gut bildlich vorstellen (auch ohne viele äußerliche Beschreibungen) und hatte zu jedem auch den Namen behalten, und das obwohl ich kein Fotografisches Gedächtnis habe wie Natascha (Auch wenn ich mir da sogar grade nicht ganz sicher bin ob Namen-Merken auch zu den Fähigkeiten eines solchen Menschen gehört?!)

Aber gerade Natascha, die Ich-Erzählerin, war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie ist unheimlich witzig, tollpatschig, vorlaut, selbstbewusst, einfallsreich, liebenwürdig, ehrgeizig (besonders was ihre Ermittlungen angeht) und herzlich. 
Bestimmt würden mir noch viel mehr Wörter einfallen um sie zu beschreiben, aber ich glaube um sie einmal richtig "kennenzulernen" muss man dieses Buch einfach selbstlesen, da sie einfach so lebendig und einzigartig ist. Ihre ganze Art lockert, die ja eigentlich "düstere" Stimmung im Buch auf, und lässt den Leser schon allein, weil er sie so ins Herz schließt mitfiebern... und liebend gerne auch einmal schallend lachen!

Enzo ist ihr nerviger Bodygard, den sie unfreiwillig von ihren Eltern aufgedrückt bekommen hat. Er ist ein wenig älter wie Natascha selbst, aber immer noch nicht so alt, als dass man ihn nicht immer noch ganz süß und irgendwie... ja auch ganz... sexy finden könnte.
Natascha selbst geht seine geschwätzige, humorvolle und hilfsbereite Art etwas auf die Nerven, aber mir als Leser ist auch er unheimlich ans Herz gewachsen, und ohne ihn währe das Buch wahrscheinlich nicht halb so lustig (Seine Wortgefächte mit Natascha sind einfach zum schreien!) Ich mochte ihn mit jeder Seite mehr und mehr, und finde es einfach unheimlich süß wie er sich um Natascha kümmert und sie beschützen will - auch, wenn es sein Job ist.

Justus ist Nataschas bester Freund und versucht sie, wo er kann, bei ihren Ermittlungen zu unterstützen. Auch ihn mochte ich gleich. Zwar tritt er während des Buches recht klischeehaft auf, hat mein Herz aber auch erobert und mich zum Lachen gebracht, was ich total an ihm liebe! Auch er ist ein ganz herzlicher Mensch, der zudem immer für Natascha da.

Auch so viele andere Personen die ich hier gar nicht alle aufzählen kann, haben diesem Buch einfach ihre ganz eigene Note verliehen, mich zum Lachen, Schreien und Stöhnen gebracht, und ganz besonders: Dieses Buch einfach auf eine ganz schräge, lustige unde dennoch ernste Weise perfekt gemacht!
  
Schreibstil:
Ja, wir ihr jetzt sicherlich bemerkt haben werdet finde ich Hanna Dietz' Schreibstil echt toll: Ihr Humor, ihre Figuren, die Atmosphäre die sie schaffen kann und ganze besonders auch der Spannungsbogen in diesem Buch sind ihr wirklich gut gelungen! Vom ersten bis zum allerletzten Satz war ich gefangen, und hatte ich einmal angefangen mit Lesen war ich echt verwundert, dass ich so ganz plötzlich schon 100 Seiten hinter mich gebracht hatte ^^
Also: Nichts dran auszusetzten!









Sticht einem beim anschauen mit seiner Kombination aus knall-lila und rot sehr ins Auge. Mein ICT Lehrer hätte sich sicherlich über diese Farbwahl total aufgeregt, aber mir gefällt's! Auch das verschmierte Blut verleiht, diesem Buch seinen gewissen Touch, macht keine falschen Versprechungen, sondern lässt einen einfach einen schrägen, lustigen, quirligen, spannenden Thriller erwarten - eben genau das was es auch ist.







 

Hanna Dietz zaubert nicht nur mit ihrem Einfallsreichtum in Sachen Handlung ein spannend, mitreißendes Buch, sondern auch ihr unglaublich lustiger Humor hat mich immer wieder dazu gebracht Tränen zu Lachen. Unterstützt von lauter Charakteren, die mich alle begeistern konnten, hat mich ihr Buch durchweg gefangen und es gibt nichts daran auszusetzten, außer vielleicht, dass es schon so schnell zu Ende war und ich mit der Tatsache, dass Natascha ein Fotografisches Gedächtnis hat nicht so gut klar kam. Aber diese beiden Kleinigkeiten mindern den Wert und die Großartigkeit dieses Buches in keiner Weise, und ich kann es euch alle nur wärmstens empfehlen, wenn mir mal Lust auf einen Thriller der etwas anderen, humorvollen, Art habt ;)

Ich vergebe vollkommen begeisterte 5 von 5 Schmetterlinge und fügte dem noch ein Herzchen hinzu, auch wenn es in diesem Fall wohl eher ein Smiley sein sollte ;)


Vielen, vielen Dank an Hanna Dietz und den Arena Verlag für dieses Rezensionsexemplar, das Lesen hat mir wirklich sehr viel Freude bereitet!
 

4 Kommentare

  1. Ich wollte sich noch persönlich für die schöne Rezension bedanken! Habe sie auf meinem FB-Profil weitererzählt. Danke, Lea <3!

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    1. Dankeschöön, das freut mich sehr =)) Aber bei so einem Buch blieb mir ja auch nichts anderes übrig, als so eine Rezi zu schreiben ;D
      Alles Liebe
      Lea <3

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  2. Ich habe dieses Buch auch gelesen und kann dir nur zustimmen!!! Allerdings hat es mich in keinster Weise gestört, dass Natascha ein fotografisches Gedächtnis hat, im Gegenteil: Ich fand es sogar ziemlich gut! Ach ja, und: ICH werde AUF JEDEN FALL ein regelmäßiger Leser! :D

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    1. Oh, das freut mich - ist doch immer wieder schön auf "Gleichgesinnte" zu treffen ;)
      Ja, das mit dem fotografischen Gedächtnis war mir einfach ein wenig zu "abgehoben", wenn du verstehst was ich meine? ^^

      Oh, das freut mich sogar NOCH MEHR (Tag gerettet ;D) *freudensprung mach* Jeder Leser ist eine Bereicherung - klingt zwar blöd aber ist echt so für mich! Freue mich schon auf deinen nächsten Besuch, fühl dich hier ansonsten gaaannzzzz wie zu Hause ;) Und wenn du mal einen Blog machst, schau ich sicher auch vorbei xD

      Alles Liebe
      Lea =)

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