Mittwoch, 3. April 2013

[Rezension] Liberty 9 Buch 01.- Sicherheitszone von Rainer M. Schröder

Titel: Liberty 9 -Sicherheitszone
Autor/in: Rainer M. Schröder
Verlag: cbj
Original Sprache: Deutsch
Original Titel:
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Übersetzer/in: /
Preis Hardcover: 18,99€
Preis Taschenbuch: /
Preis E-Book: 14,99 €
Seiten: 496

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Leseprobe













 







Stell dir vor, dein Leben wäre perfekt. Du hättest alles, was du dir nur wünschen kannst. Schon seit du denken kannst, wirst du für einen höheren Zweck ausgebildet. Nie plagten dich Zweifel an dem, was die Oberen dir schon seit du klein bist, erzählen. Und dann, eines nachts, trifft du einen Jungen. Jemanden, den du normalerweise eigentlich nicht mal siehst. Er legt sein Leben in deine Hände, und ihr teilt ein Geheimnis. Aber dann fangen die Ereignisse an sich zu überschlagen, und er führt dich immer mehr in eine Welt, von der du eigentlich nie etwas wissen wolltest. Eine Welt von der du eigentlich gar nichts wissen solltest.
Wie weit würdest du gehen, um die Wahrheit herauszufinden?




Handlung:
Ich muss erst einmal sagen, dass mir die ersten Sätze von Liberty 9 richtig gut gefallen. Sie haben mich sofort ins Buch gesogen, und auf eine spannende, genial geschriebene Geschichte hoffen lassen. Dennoch wurde diese Euphorie vorerst von etwas längeren und für mich komplizierten Beschreibungen von Kendiras Alltag, Training, Freunden und Umgebung gedämpft. Es strömen viele neue Dinge auf einmal auf den Leser ein, und ich hätte mir manchmal doch eine Karte von Liberty 9 gewünscht, um mir alles etwas besser vorstellen zu können. Aber als die grundlegenden Dinge erklärt und beschrieben waren, hat die Spannung richtig zugelegt und meine Begeisterung wieder vollkommen aufflammen lassen. Denn als Leser wird man immer mehr hinter die Kulissen von Liberty 9 geführt, und die Ungewissheit um die Geheimnisse der Oberen, ließen mich in eine spannende Raterei verfallen.
Zeit, selbst zu reflektieren
Im Laufe des Buches spitzt sich die Lage immer mehr zu und es werden die ungerechten und fiesen Machenschaften der Oberen immer mehr zum Vorschein gebracht, aber dennoch so, dass man alles gut verarbeiten und realisieren kann. Es wurde mir Zeit gelassen, über alles was passiert ist, in Ruhe nachzudenken, und mich selbst zu fragen, was in dieser Gesellschaft falsch oder auch mal richtig ist.

Das Ende hatte für meinen Geschmack zwar einen etwas zu kurzen Show-Down. Der war zwar spannend, aber ich hatte mir doch ein wenig mehr erhofft – insbesondere mehr Antworten auf viele, viele Fragen.
 
Charaktere:
Fangen wir einmal mit Kendira an. Ich muss ehrlich sagen, dass sie mir im Laufe des Buches immer sympathischer wurde. Zunächst fand ich sie leicht überheblich, arrogant und hatte manchmal gar das Gefühl, dass der Autor bei seinem Versuch aus der Sicht eines Mädchens zu schreiben, sehr klischeehaft gearbeitet hat, auch wenn er versucht hat, sie zu einer selbstbewussten Kämpferin zu machen. So löste Kendira in mir immer wieder widersprüchliche Gefühle aus.
Die legten sich allmählich, als Kendiras Charakter sich klarer und eindeutiger herausbildete. Sie fängt an, eigenständiger zu denken, und sie hat mich immer mehr vergessen lassen, dass das Buch doch eigentlich von einem Mann geschrieben wurde.

Dante war mir von Anfang an total sympathisch. Ich liebe einfach die Art, wie er denkt, handelt und auch zeigt, das ein Servant nicht weniger wert ist als ein Elector oder Oberer, sondern doch sehr wohl Gefühle hat, überaus eigenständig denkt, sportlich und kämpferisch ist. Ich finde es toll, wie er mit Problemen umgeht und über sich selbst hinauswächst. Das macht ihn zu meinem Lieblingscharakter.

Carson ist auf seine Art auch sehr gelungen. Er ist ziemlich in Kendira verliebt und versucht ihr Herz zu erobern. Ich denke ohne ihn würde etwas fehlen, und das Buch wäre nicht so gut geworden, wie es jetzt ist. Aber auch Carson war zu Beginn des Buches etwas zu klischeehaft und auch bei ihm habe ich ein wenig gebraucht, um mich vollkommen mit ihm anzufreunden. Doch auch hier hat eine Wandlung zum Positiven stattgefunden.

Die Nebencharaktere waren alle sehr gut ausgearbeitet und keiner von ihnen dürfte fehlen. Sie alle habe irgendwo eine wichtige Rolle in der Geschichte und so gib es im Grunde doch nur Hauptcharaktere.
 
Schreibstil:
Auch der Schreibstil des Autors wandelt sich im Laufe des Buches ziemlich. Wie oben schon gesagt, haben mich anfänglich seine Beschreibungen etwas gestört und die dadurch leicht mangelnde Spannung, aber all dies hat sich immer mehr ins Gegenteil gewandelt. Rainer M. Schröders Beschreibungen wurden verständlicher und die Spannung hat mich nach und nach immer mehr begleitet, sodass mir das Buch letztlich doch in guter Erinnerung bleibt. Allerdings hätte er, für mich, beim Show-Down doch noch ein wenig mehr Gas geben können – an dieser Stelle kann ich aber schonmal verraten, dass er dafür im 2. Band ganz ordentlich loslegt.









Das Cover gefällt mir richtig, richtig gut. Ich mag das Zusammenspiel zwischen diesem wunderschönen Blau und Türkis. Alle Farben sind sehr gut aufeinander abgestimmt. Ein schöner Blickfang im Regal.









Da mir der Einstieg in dieses Buch etwas schwer gefallen ist, hätte ich zunächst nicht erwartet, dass ich dennoch ein positives Fazit ziehen kann. Kann ich aber. Liberty 9 hat mich zum Ende hin immer mehr begeistert und gefangen. Meine Erwartungen wurden zwar nicht übertroffen, aber auch nicht vollends enttäuscht und somit kann ich dieses Buch guten Gewissens jedem empfehlen, der einmal Lust hat ein paar immer schöner werdende Lesestunden mit einer guten Dystopie zu verbringen.


Ich vergebe lieb gemeinte 4 von 5 Schmetterlinge, erwarte mir vom 2. Band aber etwas mehr ;)



Vielen, vielen lieben Dank an Bianka und den cbj Verlag für dieses wundervolle Rezensionsexemplar, das ich sogar mit Autogramm des Autors erhalten durfte:

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